Depressionen behandeln: Welche Möglichkeiten gibt es?

Disclaimer: 

Falls du dich fragen solltest, ob CBD Öl bei einer Depression helfen kann, hier ein kleiner Hinweis: 

CBD Öl ist, anders als medizinisches CBD, das in Studien zur Anwendung kommt, in Deutschland als Kosmetikum zugelassen. Da es per Gesetz nicht als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden darf, sollte es nicht geschluckt werden. In anderen Ländern wie Großbritannien hingegen, ist CBD bereits als Nahrungsergänzungsmittel erlaubt und darf konsumiert werden. Um Verwechslungen zu vermeiden, weisen wir explizit darauf hin, dass sich unsere Aussagen auf CBD im Allgemeinen und nicht auf einzelne Öle oder Produkte beziehen.

Zur Rechtslage von CBD im Heilmittelwerbegesetz: 

Es gibt zahlreiche Studien, die Hinweise darauf geben, dass CBD über unterschiedliche therapeutische Eigenschaften verfügt und bei vielen Beschwerden eine Unterstützung bieten kann. Da Cannabidiol derzeit unter das Heilmittelwerbegesetz fällt, dürfen wir an dieser Stelle keine Heilversprechen abgeben. Ebenfalls möchten wir darauf hinweisen, dass es sich bei unseren Produkten nicht um medizinische Präparate handelt.   

 

Es gibt immer mal Zeiten im Leben, in denen Menschen unter einer gedrückten Stimmung, häufigem Grübeln oder einem verminderten Antrieb leiden. Auslöser sind meist psychisch belastende Situationen. Eine depressive Verstimmung ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einer ernsthaften Depression. Deshalb soll der folgende Artikel über das Krankheitsbild aufklären, wie man eine Depression behandeln lassen kann und ob Cannabidiol (CBD) eine Unterstützung sein kann.

Depressionen: Ursachen und typische Beschwerden
Bin ich depressiv?
Depression: Behandlung und Therapie
Pharmakotherapie bei Depression
Depression behandeln ohne Medikamente – Tipps zur Selbsthilfe
Depressionen pflanzlich behandeln – geht das?
CBD gegen Depressionen


Traurigkeit, Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit treten immer mal wieder im Laufe des Lebens auf. Depressionen sind hingegen eine schwere seelische Erkrankung, die nicht nach einiger Zeit von alleine wieder verschwindet oder sich durch Aufmunterung oder Ablenkung bessert. In schweren Fällen besteht sogar eine Suizidgefahr. Deshalb muss eine Depression professionell behandelt werden.

Depressionen: Ursachen und typische Beschwerden

Mehr als 350 Millionen Menschen leiden laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter einer depressiven Symptomatik, darunter Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In der Regel entsteht eine Depression durch mehrere Faktoren:

  • Genetische Veranlagung: Das Risiko, an einer Depression zu erkranken, liegt nach heutigem wissenschaftlichem Stand bei ungefähr 15 Prozent, wenn ein Elternteil selbst erkrankt ist. Zudem können genetische Faktoren die Empfindlichkeit gegenüber psychischen Belastungen erhöhen.
  • Funktionsstörungen im Gehirn: Bei vielen Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, wurde ein Ungleichgewicht zwischen den Botenstoffen Serotonin, Noradrenalin, Dopamin, Gamma-Aminobuttersäure und Acetylcholin festgestellt, ebenso wie im limbischen System im Gehirn. Dieses stressregulierende System ist am Empfinden und der Verarbeitung von Gefühlen beteiligt.
  • Psychosoziale Faktoren: Verschiedene psychosoziale Faktoren, wie zum Beispiel ein ängstlicher-fürsorglicher Erziehungsstil mit einer daraus „erlernten Hilflosigkeit“ oder der frühe Verlust eines Elternteils können an der Entstehung der Krankheit beteiligt sein. Weitere Auslöser können unter anderem Traumata, Krisensituationen, belastende Lebensereignisse, langanhaltender Stress, aber auch Erkrankungen wie chronische Schmerzen sein.


Weitere ausführliche Informationen zu den Ursachen und zur Behandlung gibt es hier.

Bin ich depressiv?

Typisch für die psychische Krankheit sind die folgenden drei Symptome:

  • Niedergeschlagenheit: Betroffene sind fast ununterbrochen niedergeschlagen, was bei einer Depression länger als zwei Wochen anhält.
  • Interessenverlust: Charakteristische Symptome sind Freudlosigkeit, das Gefühl der inneren Leere und der Interessenverlust an Arbeit, Hobbys und sozialen Kontakten. Weder positive Ereignisse noch Aufmunterungsversuche durch Mitmenschen verbessern die Stimmung.
  • Antriebslosigkeit: Betroffene können den Alltag gar nicht oder nur schwer bewältigen, denn sie fühlen sich körperlich und geistig erschöpft. Schon allein das Aufstehen am Morgen fällt depressiven Menschen extrem schwer. Manche Menschen schaffen es gar nicht mehr, das Bett aufgrund extremer Müdigkeit zu verlassen.


Neben diesen Symptomen können noch die folgenden Nebensymptome auftreten:

  • starke innere Unruhe
  • innere Erregtheit und Angespanntheit
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • starke Selbstzweifel, Schuldgefühle und/oder Selbstvorwürfe
  • Verlust der Libido

Darüber hinaus können auch körperliche Beschwerden auftreten, wie zum Beispiel:

  • Kopf- und/oder Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Appetitlosigkeit
  • Magen-Darm-Probleme


Depressive Erkrankung: Einteilung in Schweregrade

Eine depressive Episode kann leicht, mittelgradig oder schwer verlaufen, abhängig davon, wie viele Symptome vorliegen und wie stark Patient:innen im Alltag eingeschränkt sind. Bei der leichten Form besteht zwar eine Belastung, Betroffene können ihre privaten und beruflichen Aufgaben aber noch weitestgehend erledigen.

Bei einer mittelgradigen Depression ist die Alltagsbewältigung deutlich eingeschränkt und Betroffene ziehen sich immer mehr zurück. Liegt eine schwere Form vor, so sind Patient:innen  nicht mehr in der Lage, für sich selbst zu sorgen, sodass in den meisten Fällen eine stationäre Behandlung in einer Psychiatrie notwendig ist.

Egal, ob leicht, mittelgradig oder schwer – bei allen Formen können die negativen Gedanken so stark werden, dass Suizidgedanken aufkommen. Deshalb gilt:

Sollten Sie über einen Suizid nachdenken oder bei einem Angehörigen vermuten, dass Suizidgedanken bestehen, zögern Sie nicht und suchen Sie Hilfe! Betroffene aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und anderen Ländern finden hier Hilfe und Unterstützung bei Selbstmordgedanken.

Depression: Behandlung und Therapie

Die Lebensqualität von Betroffenen ist bei einer depressiven Erkrankung stark beeinträchtigt. Auch der Leidensdruck ist extrem hoch. Deshalb ist es besonders wichtig, sich schnellstmöglich in eine Therapie zu begeben, damit die Erkrankung nicht chronisch verläuft.

Folgende Behandlungsmethoden stehen zur Verfügung:

  • Psychotherapien: Eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie basiert unter anderem darauf, dass belastende Lebensereignisse nicht richtig verarbeitet wurden. Diese werden in Gesprächen mit einem Psychotherapeuten/einer Psychotherapeutin aufgearbeitet. Solch eine Psychotherapie kann monatelang andauern und erfordert Engagement und Geduld des Betroffenen.
  • Verhaltenstherapie: Die kognitive Verhaltenstherapie dient dazu, gemeinsam mit einem Therapeuten/einer Therapeutin Wege zu finden, um aus der Depression herauszufinden. Gespräche können zum Beispiel so verlaufen, dass negative Gedankenmuster aufgedeckt und durch neue positive Denkmuster ersetzt werden.


Depressionen zu behandeln kann einen Aufenthalt in einer Klinik erfordern, je nachdem wie schwer sie ausgeprägt sind. Solch ein Klinikaufenthalt ist eine Option, die Betroffene mit ihrem Arzt/ihrer Ärztin oder einem Facharzt für Neurologie besprechen und gemeinsam entscheiden können.

Neben diesen Therapien gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten, die jedoch in den meisten Fällen nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Hierzu gehört beispielsweise die Interpersonelle Therapie (IPT), die speziell für die Behandlung von depressiven Erkrankungen gedacht ist. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus psychodynamischer Therapie und Verhaltenstherapie. Ziele der Therapie sind unter anderem, Fähigkeiten und Strategien zu lernen, um mit der Erkrankung besser umzugehen.

Pharmakotherapie bei Depression

In aller Regel werden Medikamente wie Antidepressiva nur bei schweren depressiven Episoden verordnet. Sie können die Erkrankung nicht heilen, sondern lediglich die Symptome abmildern. Problematisch ist zudem, dass Antidepressiva häufig erst nach zwei bis drei Wochen wirken – falls sie überhaupt eine Wirkung entfalten. Denn jeder Mensch reagiert anders auf diese Medikamente und es kann nicht garantiert werden, dass sie die gewünschte Wirkung entfalten.

Außerdem können die Arzneimittel unangenehme Nebenwirkungen entfalten. Erfolgt das Absetzen in oder außerhalb der therapeutischen Behandlungsphasen besteht die Gefahr eines Rückfalls.


Überblick zu den verschreibungspflichtigen Medikamenten

Antidepressiva

Wirkung

(mögliche) Nebenwirkungen

Selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI)

SSRIs sollen den Serotonin-Spiegel im Gehirn erhöhen und eine stimmungsaufhellende Wirkung entfalten.

Mundtrockenheit, Übelkeit, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Zittern, sexuelle Dysfunktion

Trizyklische Antidepressiva

Die Wirkstoffe sollen die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin hemmen. In der Regel werden diese Medikamente nur verordnet, wenn SSRIs nicht wirken.

Mundtrockenheit, Verstopfung, Müdigkeit, Zittern, Herzrhythmusstörungen

 

Depression behandeln ohne Medikamente – Tipps zur Selbsthilfe

Zum Thema Medikamente ist zu sagen, dass Betroffene darüber stets mit ihrem Arzt/ihrer Ärztin besprechen sollten. Die Psychotherapie ist der erste und auch der wichtigste Schritt, denn eine Depression zu behandeln ohne einen Arzt/eine Ärztin ist in aller Regel nicht möglich.

Betroffene können neben der Psychotherapie viele Maßnahmen ergreifen, um sich selbst zu helfen. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Ein regelmäßiger Tagesablauf und soziale Kontakte können ein wichtiger Teil der Selbsthilfe sein.
  • Bewegung und Sport können dazu beitragen, dass die Beschwerden abklingen.
  • Entspannungstechniken, wie zum Beispiel Yoga, Tai-Chi oder ein Achtsamkeitstraining, können sich positiv auf die psychische Gesundheit auswirken.
  • In einer Selbsthilfegruppe können Gespräche mit anderen Betroffenen unterstützend helfen.
  • Die Inanspruchnahme einer Online-Selbsthilfe kann ebenfalls hilfreich sein. Inzwischen werden zahlreiche Online-Programme angeboten.

Depressionen pflanzlich behandeln – geht das?

Wer nach Informationen zu dem Thema „Depressionen natürlich behandeln“ sucht, stößt meist auf Cannabis und Cannabidiol (CBD). Auch an dieser Stelle ist noch einmal zu betonen, dass die Psychotherapie der wichtigste Baustein in der Behandlung ist. Weder Medikamente noch pflanzliche Mittel können diese ersetzen.

Cannabis als Medizin wird seit Jahrhunderten bei depressiven Erkrankungen eingesetzt. Verschiedene Studien legen nahe, dass die im Cannabis enthaltenen Cannabinoide wie Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) sowie die verschiedenen Terpene (Aromastoffe) die Stimmung beeinflussen können. Vor allem dem nicht berauschend wirkenden Cannabidiol (CBD) werden antidepressive Eigenschaften zugeschrieben.


CBD gegen Depressionen

Die Forschung rund um CBD steckt noch in den Kinderschuhen. Bislang gibt es kaum Studien, vor allem nur wenige klinische Studien am Menschen, die es zulassen, dem Cannabinoid antidepressive Eigenschaften eindeutig zu belegen. Hier eine Übersicht von interessanten Studien:

  • CBD scheint eine neuropharmakologische Wirkung entfalten zu können, indem es das Endocannabinoid-System beeinflusst, das im Körper an unterschiedlichen Prozessen (z. B. dem Schmerzempfinden und den Emotionen) beteiligt ist. In einer Studie haben Forscher:innen an Ratten die Langzeitbehandlung mit CBD getestet und kamen zu dem Ergebnis, dass CBD eine angstlösende und antidepressive Wirkung haben könnte, was jedoch durch weitere Studien bestätigt werden muss.
  • In einer anderen Studie untersuchten die Forscher:innen die Wirkung von CBD an depressiven Mäusen. Hier zeigte sich ein antidepressiv-ähnlicher Effekt. Die Forscher:innen führten diesen darauf zurück, dass CBD womöglich in der Lage sein könnte, den 5-HT1A-Rezepor im Gehirn zu blockieren.
  • An einem weiteren Mausmodell zeigten Forscher:innen, dass CBD das depressionsähnliche Verhalten lindern konnte, indem es bestimmte Gehirnbereich, die für Emotionen verantwortlich sind, modulierte.


Was ist der Unterschied zwischen medizinischem CBD und CBD-Öl?

Bei den Themen Cannabis, Hanf, medizinisches CBD, frei käufliche CBD-Produkte kommt es immer wieder zu Verwechslungen und Missverständnissen. Deshalb sollen die Unterschiede hier noch einmal kurz erläutert werden:

  • Cannabis ist der lateinische Begriff für Hanf. Es hat sich jedoch durchgesetzt, dass mit Cannabis THC-reiche Sorten gemeint sind, die dem Freizeitkonsum oder dem medizinischen Zweck dienen. Der Hanf steht hingegen für den Nutzhanf, der kaum THC enthält und aus dem frei käufliche CBD-Produkte hergestellt werden.
  • Medizinisches CBD wird aus Cannabis gewonnen und ist verschreibungspflichtig. Auch in Studien verwenden die Forscher:innen CBD in pharmazeutischer Qualität oder eine synthetische Form, und zwar in sehr hohen Dosen, die mit frei käuflichen CBD-Produkten nicht zu erreichen sind.
  • Es ist nicht möglich, die Studienergebnisse eins zu eins auf CBD-Produkte zu übertragen. Denn CBD-Produkte besitzen keine pharmazeutische und standardisierte Qualität. Je nachdem, welche Verfahren Hersteller anwenden, kann die Qualität erheblich variieren.


CBD-Öl gegen Depressionen

Alle CBD-Öle von ALPINOLS haben eine hohe Qualität, da sie aus dem eigenen Hanfanbau stammen und das schonende CO2-Extraktionsverfahren zum Einsatz kommt, um das CBD zu extrahieren. Dennoch stellt das CBD-Öl keine Alternative zur Psychotherapie und medikamentösen Behandlung dar. Auch ist es nicht möglich, eine Depression mit CBD Öl zu heilen.

Aus Erfahrungsberichten ist bekannt, dass CBD-Öl einen positiven Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden haben kann. Insofern könnte es ggf. bei einer leichten depressiven Verstimmung zur Anwendung kommen.
Wer unter einer Depression leidet, Antidepressiva einnimmt und in Erwägung zieht, CBD-Öl auszuprobieren, sollte in jedem Fall vor der Einnahme Rücksprache mit seinem Arzt/seiner Ärztin halten. Denn zwischen CBD und Antidepressiva können Wechselwirkungen auftreten.

FAQ

Was hilft sofort bei Depressionen?

Die Depression ist eine schwere psychische Erkrankung und nicht zu vergleichen mit Phasen im Leben, in denen ähnliche Symptome für kurze Zeit auftreten. Sollte jemand befürchten, unter einer ernsthaften Depression zu leiden, sollte sich sofort an den Hausarzt/die Hausärztin, an eine psychiatrische Institutsambulanz in einem Krankenhaus oder eine darauf spezialisierte Klinik wenden.


Wie kann ich mich selbst aus einer Depression befreien?

In der Regel ist es Patient:innen nicht möglich, sich selbst aus einer Depression zu befreien. Das Wichtigste ist hier, eine psychotherapeutische Therapie in Anspruch zu nehmen. Unterstützend dazu gibt es verschiedene Maßnahmen der Selbsthilfe, wie beispielsweise ein geregelter Tagesablauf, Bewegung und Sport sowie die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe.


Was ist die beste Therapie bei Depressionen?

Am häufigsten kommen die tiefenpsychologische Psychotherapie oder die kognitive Verhaltenstherapie zum Einsatz, mit denen sich gute Erfolge erzielen lassen. Voraussetzung dafür ist, dass sich Patient:innen darauf einlassen und mitarbeiten. Eine Pharmakotherapie, beispielsweise mit Antidepressiva, kommt allenfalls als Unterstützung zur Anwendung.
Kann man von Depressionen geheilt werden?
Grundsätzlich ist es möglich, mit den richtigen Psychotherapien eine Besserung der Symptomatik zu erzielen. Patient:innen benötigen hierfür jedoch Geduld. Je früher die Depression behandelt wird, desto besser sind auch die Heilungschancen. Bei Patient:innen besteht allerdings immer das Risiko eines Rückfalls.