Wie wird Hanf angebaut?

Nicht nur für die Landwirtschaft ist Hanf eine große Möglichkeit, sondern auch für die Kosmetik, Nahrungsmittelindustrie und die Wellness-Branche kann Hanf sehr nützlich sein, da man viele Pflanzenbestandteile verwenden kann. Allerdings ist ein legaler Hanfanbau ein steiniger Weg mit strengen Auflagen, Anträgen und Kontrollen.

Es gibt also ein paar Hürden zu bezwingen, wenn man sich als Landwirt dazu entscheidet, dem Hanfanbau eine Chance zu geben. Dabei muss nicht nur beachtet werden, dass es verschiedene Nutzhanfsorten gibt, sondern auch, dass die Hanfpflanze die nötige Pflege bekommt, damit sie ihre wertvollen Bestandteile ausbilden kann.

Wir wollen euch daher heute erklären, wie so eine Hanfpflanze eigentlich wächst. 


Inhaltsverzeichnis:

Ist es legal Hanf anzubauen?

Wie wird Hanf angebaut?

Was ist Bio-Hanfanbau?

Der Hanfanbau bei ALPINOLS

 

Hanfernte

Ist es legal Hanf anzubauen?

Hanfsamen, Hanföl, CBD-Öl: Hanf und CBD erfreuen sich immer mehr Beliebtheit, aber ist der Hanfanbau legal?

Eine der Bedingungen für einen legalen Hanfanbau besagt, dass die Hanfsorte aus dem EU-Nutzhanfsorten-Katalog stammen muss. Dort sind alle von der EU zertifizierten Nutzhanfsorten gelistet, deren Anbau in der EU zu gewerblichen Zwecken erlaubt ist. Aktuell sind dort mehr als 70 Sorten gelistet. Der Katalog wird immer zum 15. März des laufenden Jahres aktualisiert und kann erweitert werden. Überschreitet eine Hanfsorte zwei Jahre hintereinander den zulässigen THC-Wert, kann es auch sein, dass diese wieder aus dem EU-Nutzhanfsorten-Katalog gestrichen werden und nicht legal angebaut werden dürfen.

Nicht jeder darf Hanf anbauen. Nur Landwirte, die auch offiziell als solche agieren, haben die Möglichkeit für den Hanfanbau. Der Landwirt, der sich entschließt, legal Hanf anzubauen, muss spezielles Saatgut nutzen, was der der zuständigen Landesbehörde vorlegen muss. In Deutschland gilt, dass die zum Anbau zugelassenen Hanfsorten einen THC-Gehalt unter 2% haben müssen. Dadurch wird festgestellt, dass sich die Hanfsorten nicht für die Herstellung von illegalem Cannabis eignen. Es wird also weiterhin sichergestellt, dass das psychoaktive THC nicht in zu hohem Maße in der Pflanze enthalten ist.

Falls wissenschaftliche Institute zu Forschungszwecken Hanf anbauen möchten, müssen diese erst bei der Bundesopiumstelle einen Antrag stellen, obwohl der THC-Gehalt der festgelegten Nutzhanfsorten unter 2% liegt. So kann der Hanfanbau besser kontrolliert und reguliert werden.

Der Hanfanbau wird in Deutschland von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) kontrolliert. Dort findet man zum Beispiel auch den EU-Nutzhanfsorten-Katalog mit allen zugelassenen Sorten für den Hanfanbau. Wenn ein Landwirt sich entschließt, Hanf anzubauen, muss er dies bis spätestens zum 1. Juli des Anbaujahres bei der BLE anmelden. Dabei muss er angeben, welche Hanfsorte er verwendet und diese genehmigen lassen. Auch eine umfangreiche Dokumentation ist nötig. Sobald die Hanfsetzlinge in die Blütephase kommen, muss dies ebenfalls bei der Behörde gemeldet werden.

Damit der Hanf den THC-Grenzwert nicht überschreitet, werden Proben auf dem Feld genommen. Wenn dann der THC-Gehalt den Grenzwert nicht überschreitet, darf geerntet werden!

In der Schweiz gilt, dass Hanf nicht mehr dem landwirtschaftlichen Saatgutrecht unterstellt ist. Dadurch ist es möglich, dass Saat- und Pflanzgut von CBD-Hanfsorten produziert und verkauft werden kann. Zusätzlich gilt in der Schweiz ein THC-Grenzwert von unter 1% für Nutzhanf. Der Anbau von Cannabis, welcher den THC-Grenzwert überschreitet, ist weiterhin nicht erlaubt. 

 

Hanfanbau Ernte

Wie wird Hanf angebaut?

Am Anfang steht natürlich das Saatgut. Wichtig ist, dass festgelegt wird, wofür der Hanf angebaut wird. Hier kann es zur Ernte der Samen oder Fasern sein, oder um CBD-Öl herzustellen. Abhängig davon wird die Nutzhanfsorte ausgewählt und der Zeitpunkt, zu dem die Saat gesät wird.

Die Stecklinge werden dann im Frühling ins Feld gepflanzt. Hanf ist frostempfindlich. Der Pflanzzeitpunkt sollte daher nicht früher als April oder Mai sein, damit die Temperaturen möglichst nicht mehr unter 0 Grad abfallen.

Wir bauen unser Hanf entweder Outdoor oder im Gewächshaus an. Der Unterschied dieser Anbauarten des Hanfs zum Indoor-Anbau ist, dass sowohl Gewächshaus als auch Outdoor sehr natürliche Anbauarten sind. Beim Gewächshaus sind die Pflanzen auf dem Feld gepflanzt, allerdings werden sie von einem schützenden Dach umgeben. So können sie geschützt alle guten Nährstoffe aus der Erde ziehen.

Der Boden, in dem die Hanfpflanze angebaut wird, muss frei von Unkraut gehalten werden. Das passiert durch Hacken oder durch das Abdecken der Pflanzen mit einer Folie. Außerdem schlägt Hanf sehr tiefe Wurzeln. Die Hanfpflanze könnte so auch bei Trockenheit genug Wasser aus tieferen Bodenschichten holen. So kann sie aber auch schädliche Stoffe in der Erde aufnehmen, wenn diese nicht lange genug biologisch bewirtschaftet wurde.

In der Natur bildet die Hanfpflanze ihre Blütenstände nach der Sommersonnenwende, also dem längsten Tag des Jahres (meistens 20. Juni bis 22. Juni). Im Gewächshaus kann etwas nachgeholfen werden durch den Wechsel der Abdunklung und des Lichts. So ist es möglich auch mehrmals im Jahr zu ernten.

Die Ernte erfolgt dann im Herbst, wenn die Blüten reif sind, oder wenn der Zeitpunkt im Gewächshaus simuliert wurde. Zur Ernte werden dann die Blüten und Blätter vom Stengel getrennt. Für unser CBD-Öl wird nur der Trim genutzt, das ist der feine Blattrand um die Blüten herum. Um diesen so sanft wie möglich ernten zu können, wird unser Hanf mit der Hand geerntet.

Der Trim wird dann weiterverarbeitet und kommt in einen Ofen, in dem die fein gehackten Blätter bei über 200 Grad getrocknet werden. So kann das CBD, was in der Pflanze noch als CBDa vorliegt, zu CBD umgewandelt werden. Das nennt man auch Decarboxylierung.

 

Roland bei der Hanfernte

Was ist Bio-Hanfanbau?

Hanf ist ein Tiefwurzler. Die Wurzeln wachsen also sehr tief in die Erde. Die Hanfpflanze könnte so auch bei Trockenheit genug Wasser aus tieferen Bodenschichten holen. So kann sie aber auch schädliche Stoffe in der Erde aufnehmen, wenn diese nicht lange genug biologisch bewirtschaftet wurde.

Aber was bedeutet eigentlich “Bio CBD” im Hanfanbau?

Bei ALPINOLS bauen wir unseren Hanf nach den Bio-Suisse-Richtlinien an. Bio Suisse ist die führende Organisation in der Schweiz, welche Bio-Zertifikate vergibt. Der Dachverband wurde bereits 1981 gegründet und vergibt eine sogenannte “Knospe” an Mitgliederbetriebe. Die Knospe steht für einen ganzheitlichen Ansatz, das bedeutet der gesamte Betrieb und die gesamte Produktion muss Bio sein. Auch Biodiversität ist ein wichtiger Punkt. Pflanzen und Tiere sollen ihre vielfältigen Lebensräume behalten können. Natürlich wird bei Bio Suisse auch darauf geachtet, dass keine chemisch-synthetische Pestizide oder Kunstdünger verwendet werden. Der Boden und die Erde, in denen die Hanfpflanzen angebaut werden, soll so natürlich wie möglich sein.

Die Hanfpflanzen müssen ihre Wurzeln in den gewachsenen Boden schlagen können, um nach Bio-Suisse-Richtlinien angebaut zu sein. Das bedeutet, dass ein Hanfanbau in Töpfen oder ein Indoor-Anbau nicht als “bio” gelten.

Für die Anzucht der Stecklinge darf außerdem kein künstliches Substrat zur Bewurzelung der Stecklinge benutzt werden. Das heißt: Die Hanf-Stecklinge verbringen ihre ersten Tage in einem gepressten Erdballen auf einem Tisch. Und auch der Zeitpunkt, zu dem die Hanfpflanzen in die Erde oder in das Gewächshaus dürfen ist festgelegt. Erst ab März bei Temperaturen über 5 Grad sollen die Stecklinge raus aus ihren Töpfen. Bio-Hanf wird also nur zwischen März und Oktober angebaut.

Bio Suisse schreibt als Dünger außerdem Stoffe vor, die in der Natur vorkommen. Diese organischen Dünger sind zum Beispiel Kompost, Mist, Gesteins- oder Federmehl. Falls es sich Schädlinge auf dem Hanffeld gemütlich machen wollen, wird beim Bio-Hanfanbau auf chemisch-synthetische Mittel verzichtet. Stattdessen werden die natürlichen Abwehrkräfte der Hanfpflanzen gefördert. Da können ein gesunder Boden und die richtige Pflege Wunder vollbringen!


Der Hanfanbau bei ALPINOLS

Unser Hanf wird in der Schweiz angebaut und verteilt sich auf ein Gewächshaus und verschiedene Outdoor-Felder. Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung im Cannabis-Anbau und über 25 Jahren in der biologischen Landwirtschaft haben wir gelernt, dass Pflanzen dem Menschen sehr ähnlich sind.

Je mehr Sorgfalt und Liebe sie bekommen, desto besser wachsen sie. Deshalb ernten wir jedes Blatt für unsere CBD-Öle von Hand, verwenden keinerlei Fremdstoffe und analysieren unsere Produkte im eigenen Haus sowie mit einem unabhängigen Labor – so garantieren wir Konsistenz, Transparenz und höchste Qualität.

Wir bei ALPINOLS bieten hochwertige CBD-Produkte, die den THC-Grenzwert einhalten. Bei uns wird der Hanfanbau so transparent wie möglich gehalten. Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel, welche mit CBD angereichert sind, fallen allerdings in der EU unter die Novel Food Verordnung. Sie können nur mit einer erfolgreichen Novel Food Anmeldung in den Verkehr gebracht werden. Unsere CBD-Öle sind Kosmetika, welche dementsprechend deklariert werden.